Mitternachtsstunde – Emily und die geheime Nachtpost

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Titel: Mitternachtsstunde –

Emily und die geheime Nachtpost

Autor: Benjamin Read

Illustratorin: Laura Trinder

Verlag: Carlsen

Seiten: 317

Erschienen: 2020

 

Emily ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das zusammen mit ihrem stinklangweiligen Vater und ihrer viel zu verrückten und ziemlich anstrengenden Künstler-Mutter in London lebt. Doch eines Abends, nach einem Streit, bekommt Emily mit, wie ihre Eltern mysteriöse Post bekommen, und zwar ziemlich genau um Mitternacht.

Daraufhin verschwindet erst ihre Mutter und dann auch noch ihr Vater. Emily beschließt kurzerhand, ihre Eltern auf eigene Faust suchen zu gehen. Mit nichts im Gepäck außer ein paar selbstgeschmierten Sandwiches, ihrer großen Klappe und ihrem Igel Hoggins als treuen Begleiter, macht sie sich auf die Suche nach ihren Eltern. Dabei landet sie im London des 19. Jahrhunderts. Und auf dessen Straßen begegnet sie allen möglichen magischen Gestalten – Vampire, Bären, Pucas – und auch dem blumig-duftenden „Polizist-in-Ausbildung“ Tarquin, der sich sofort bereit erklärt, Emily dabei behilflich zu sein, ihre Eltern wiederzufinden und die finstere Macht aufzuhalten, die es anscheinend auf ihre Familie abgesehen hat. Denn wie sich bald herausstellt sind ihr nicht alle freundlich gesinnt…

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist echt spannend und lustig und an manchen Stellen auch ein bisschen gruselig. Besonders Tarquin hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Das Setting ist echt mega cool (das Buch spielt im London des 19. Jahrhunderts) und die Atmosphäre wurde sehr gut rübergebracht. Auch Magie spielt eine große Rolle in dem Buch. Auf den Straßen von London sind allerhand komische Gestalten unterwegs, Benjamin Read hatte ziemlich viele gute Ideen. Eine weitere Sache, die mir sehr gut gefallen hat, ist das Cover. Es ist echt cool gestaltet und weckt Interesse am Buch – und es gibt fluoreszierende Details, die im Dunkeln leuchten. Man kann auf den ersten Blick nicht erkennen, ob die Person auf dem Cover männlich oder weiblich ist, was ich gut finde, denn das Buch ist sowohl für Mädchen als auch für Jungs super geeignet. Emily ist rotzfrech, eigensinnig und nimmt kein Blatt vor den Mund – eine starke Persönlichkeit. Eigentlich mag ich das und Emily war mir auch nicht unsympathisch – trotzdem konnte ich leider keine richtige Bindung zu ihr aufbauen, sie war einfach nicht „greifbar“ für mich. Ich habe mit ihr mitgefiebert, aber eher, weil ich einfach wissen wollte, wie es weiter geht. Das fand ich etwas schade.

Fazit:

Eine sehr spannende und auch magische Geschichte, die in einem coolen Setting spielt. Mir hat das Buch echt gut gefallen, aber ich war am Ende doch ein kleines bisschen enttäuscht, weil ich irgendwie mehr erwartet hatte. Aber vielleicht waren meine Erwartungen an das Buch aber auch einfach zu hoch. Besonders gut gefallen hat mir Tarquin, ich musste oft über ihn schmunzeln – und der Igel Hoggins war echt cute.

Ich gebe dem Buch ⭐️⭐️⭐️ bis ⭐️⭐️⭐️⭐️ und empfehle es ab 10 Jahren.

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