Insel der Waisen

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Titel: Insel der Waisen

Autorin: Laurel Snyder

Verlag: Mixtvision

Seiten: 294

Erschienen: 2020

 

 

 

 

Eine paradiesische Insel. 9 Kinder. Und eine unausgesprochene Regel. Einmal im Jahr kommt ein geheimnisvolles Boot und nimmt den*die Älteste*n mit sich. Dafür befindet sich im Boot das neue Kind, das „Mündel“ der Person, die jetzt der*die Älteste ist. Diese*r zeigt seinem*ihrem Mündel die Insel, erklärt ihm*ihr alles und bringt ihm*ihr alles bei, was er*sie wissen muss. Noch nie hat eine*r diese Regel gebrochen. Bis…, ja, bis Jinny an der Reihe ist, die Insel hinter sich zu lassen und ins Ungewisse zu schippern. Sie erinnert sich noch gut an die Nacht, in der sie zur neuen Ältesten wurde, und ihr bester Freund trotz ihrer Bitten und ihrem Flehen einfach davongefahren ist. Deshalb bringt sie es nicht übers Herz, ihrem Mündel das Gleiche anzutun, wie Deen es damals bei ihr getan hat. Außerdem hat sie Angst davor, was sie erwartet. Für Jinny steht fest: Sie bleibt. Auch, wenn das Konsequenzen nach sich zieht. Doch mit den tatsächlichen Auswirkungen des Regelbruchs hätte sie nicht gerechnet, denn plötzlich scheint sich die paradisische Insel gegen sie zu wenden …

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Das Buch hat mir gut gefallen. Es gibt eine coole Story, die gut aufgebaut und spannend ist (manchmal auch ein ganz kleines bisschen gruselig). Allerdings hatte ich manchmal ein etwas komisches Gefühl beim Lesen und weiß auch nicht so genau, was ich vom Ende halten soll. Eigentlich finde ich offene Enden gut, die Geschichte hat für mich aber nicht so wirklich Sinn gemacht … In den USA wurde das Buch sehr gehyped (unter anderem als „weibliche Robinsonade“), aber ich habe nicht so richtig verstanden, warum eigentlich …

Die Figuren waren mir im großen und ganzen sympathisch (obwohl ich mit Jinny manchmal ein bisschen Schwierigkeiten hatte) und sind authentisch geschrieben. Das Cover ist schön und passt gut zur Geschichte. Mir hat auch gut gefallen, wie bildhaft die Autorin beschrieben hat, wie alles sich verändert. Außerdem hat mir der Schreibstil echt gut gefallen und ich fand die Idee sehr interessant. Dennoch hatte ich das Gefühl, es fehlt irgendetwas.

Ich gebe dem Buch ⭐️⭐️⭐️ und empfehle es ab 11/ 12 Jahren.

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